Sichert St. Wolfgang - den Bergmannsdom in Schneeberg - für die Zukunft

Vor diesem Hintergrund haben wir 2008 den Kirchenbauverein St. Wolfgang Schneeberg e.V. gegründet.

Zu den umfangreichen Erhaltungsmaßnahmen gehören der Glockenstuhl, das Kirchendach, die Fassade, die Innenbeleuchtung und manches mehr.
Aus eigener Kraft kann die Kirchgemeinde die Finanzierung nicht aufbringen.

Zwei Pendelleuchten und verschiedene Lampeninstallationen an den Säulen rücken seit Juni 2010 den Cranach-Altar ins rechte Licht. Das Lichtprojekt wurde vom Ingenieurbüro Walter Bamberger erarbeitet, welches unter anderen das Beleuchtungsprojekt für die Dresdner Frauenkirche entwickelt hat. Dies ist ein Teilprojekt der künftigen Beleuchtung innerhalb des Bergmannsdoms und wurde wesentlich durch Beiträge der Ostdeutsche Sparkassenstiftung und dem Kirchenbauverein Schneeberg mitfinanziert. Der Kirchenbauverein stellt für diese Maßnahme 10.000 € bereit.

Die 121 Mitglieder zogen auf ihrer 6. ordentlichen Mitgliederversammlung am 22. April 2013 Bilanz und präsentierten neue anspruchsvolle Ziele. Auch ein neuer Vorstand wurde gewählt. Neuer erster Vorsitzender ist Matthias Preiß. Als zweiter Vorsitzender wurde Burkhardt Graupner bestimmt und neuer Schriftführer ist Hans-Holger Kunz. Thomas Schramm gehört dem neuen Vorstand als Schatzmeister an. Neu bestimmt wurde auch der Beirat, dem jetzt Karl Matko, Dr. Mario Tietze, Gert Windisch, Frank Meinel und Hartmut Schnorr von Carolsfeld angehören.

Der Kirchenbauverein sieht seine inhaltliche Ausrichtung auch weiterhin darin, alles zu tun, dass die Erhaltung des einzigartigen Gotteshauses St. Wolfgang gesichert werden kann. Der richtet sich jetzt auf das Geläut von St. Wolfgang. Bis das in erneuter Schönheit erklingen wird, sind noch viele Schritt nötig.

Aktivitäten 2013:

• Aktion „Ein Kux für den Bergmannsdom“
Die Kosten des Bergbaus konnten bereits unsere Altvorderen oftmals nicht alleine tragen. Die sich bildenden bergbaulichen Gewerke verteilten Anteile an ihren Unternehmen, um so notwendige Kosten zu finanzieren. Im Bergbau prägte sich der Begriff Kux für einen derartigen Anteilsschein, der in verschiedenen Teilungen ausgegeben wurde. Ein Bezugspunkt waren die römischen Einheiten im Gewichts- und Münzwesen: Ein Ganzes wurde in zwölf Teile aufgeteilt. Die Obergrenze für ein Ganzes war in unserer Region die Anzahl 128. Diese Zahl lässt sich gut aufteilen. Daran knüpft die Aktion „Ein Kux für den Bergmannsdom“ an.

Die Kosten für die Reparatur des Hauptgeläutes in der St. Wolfgangskirche betragen rund 110.000 Euro. Vom aufgerundeten mathematischen 128. Teil dieses Betrages wurde für den Wert eines Kuxes das Komma um eine Stelle verschoben. Das Ergebnis ist 86,00 Euro für einen 1/1 Kux-Schein. Diese Anteilscheine sowie einen halben oder viertel Kux kann ab sofort jeder Interessierte erwerben. Ihre Kuxe werden nach altem Brauch in das Gegenbuch eingetragen, das der Kirchenbauverein führt.

• Fortsetzung der Aktion „100 Euro für St. Wolfgang“
Wir bitten Menschen und Firmen, welche unserer Region verbunden sind um Unterstützung. Als Spender erhalten Sie eine Spendenurkunde und werden in das eigens hierfür angelegte öffentliche Spendenbuch eingetragen. 

• Unterhaltung der Türmerstube und der darüber befindlichen Plattform
Sobald die Arbeiten am Turm das Aufsteigen auf den Turm wieder erlauben, wird die Betreuung der Besucher wieder aufgenommen.

Wir danken ihnen im Voraus mit einem herzlichen „Glück Auf“!

Ihr  Kirchenbauverein St. Wolfgang Schneeberg e. V.

 

Die Urkunde für einen Kux der Spendenaktion „Ein Kux für den Bergmannsdom “

Die Mitgliederversammlung 2013 zieht eine erfolgreiche Bilanz und wählt einen neuen Vorstand.

 

Zum Hauptgeläut
Die beiden großen Glocken von 1721 mit ihren Eigengewichten von 5.600 und 3.000kg Bronze wurden vom Glockengießer Michael Weinhold direkt bei St. Wolfgang gegossen. Anfang der 1940-er Jahre sollten sie Eingeschmolzen werden, um der Aufrüstung zu dienen. Das konnte, wenn auch mit Schäden, verhindert werden. Glück im Unglück, im April 1945 waren sie nicht im Turm.
Die dritte Glocke wurde 1954 bei Frank Schilling in Apolda gegossen.